Gedanken zu den Lesungen des Tages, 08.07.

By | 8. Juli 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Mittwoch der 14. Woche im Jahreskreis

Lesung: Hosea (10, 1-3.7-8.12)
Evangelium: Matthäus (10, 1-7)

Habt ihr bemerkt, dass Christus Heimweh nach den Heiden hatte!
Aber er war an seine Gemeinde Israel gebunden. Er konnte nicht von ihr fort, aber er hatte Heimweh nach den Heiden, und er sagte:, Wehe dir, Chorazin, wehe dir, Betsaida (das sind jüdische Städte), wenn die Wunder, die bei euch geschehen sind, in Tyrus oder Sidon (das heißt in Madagaskar, Nordafrika …) geschehen wären, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan‘ (Mt 11,21)
Und wenn er einem guten Hei­den begegnete, so sagte er: ,Das ist wunderbar, so etwas habe ich in Is­rael nie gesehen. So etwas habe ich nie in meiner Gemeinde gesehen. So etwas habe ich nie bei den Katholiken gesehen‘ (vgl. Lk 7,9).

Und trotzdem blieb Christus an seine Gemeinde gebunden. Er ist ihr treu geblieben bis zum Kreuz, bis zum Tod, und er hat sie gerettet, seine Kir­che. Aber er hatte manchmal Heimweh. Er fand, dass es in seiner Kirche schwer war, dass sie hart waren. Aber er hat sie geliebt und sie gerettet. Wenn er fortgegangen wäre, hätte er sie nicht mehr geliebt. Wenn ihr nach eurem Gutdünken lieben wollt, werdet ihr nicht mehr lieben.

Louis Evely