Gedanken zu den Lesungen des Tages, 26.06.

By | 26. Juni 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Freitag der 12. Woche im Jahreskreis

Lesung: 2. Buch der Könige (25, 1b-12)
Evangelium: Matthäus (8, 1-4)

Mit seinem Recht setzt Gott seine Gerechtigkeit auf Erden durch.

Man wird dann von einer Polarität zwischen Gnade und Recht sprechen müssen. Die Gnade ist die Macht Gottes, die Heil schafft, und das doch so, dass Gott Herr und Richter bleibt und Recht behält.

Das Recht ist die Macht dessen, der sein Reich unter Rebellen aufrichtet, und Ausdruck dessen, dass Gott nicht Heil schafft, ohne eben damit seine Herrschaft zu verwirklichen …

Doch sein Gericht steht im Dienst seiner Gnade.

Denn dass Gott Herr ist und werden will, lässt sich nicht davon trennen, dass er uns in die Kindschaft ruft.

Auch sein Zorn bekundet den Willen dessen, der uns nicht aufgegeben hat.

Ernst Käsemann