Gedanken zu den Lesungen des Tages, 24.06.

Von | 24. Juni 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Mittwoch der 12. Woche im Jahreskreis

Lesung: 2. Buch der Könige (22, 8-13. 23, 1-3)
Evangelium: Matthäus (7, 15-20)

Vieles ist im katholischen Raum fragwürdig geworden; mancherorts besteht Unsicherheit, Unbehagen, Verwirrung.

Gibt es nicht auch in der Kirche Wahres und Falsches nebeneinander? Wie können wir die richtigen von den falschen Glaubenslehren, gute von verderblichen Forderungen unterscheiden?

Wir sehen ein — und das Konzil bestärkt uns darin -, dass das Alte allein nicht genügt.

Das Wort der Schrift gibt uns zu denken, dass der gute Hausvater Altes und Neues aus seinem Schatz hervorholen muss

In der komplizierten Welt von heute kann das kirchliche Hirtenamt nicht für jede Situation eine Anweisung geben.

Mündige Christen brauchen nicht bevormundet zu werden.

Vieles muss in eigenständiger Verantwortung der einzelne selbst beurteilen und entsprechend handeln. Das ist schwerer, als äußere Normen zu befolgen, und setzt eigene Gewissensbildung. lebendiges Glaubensleben in der Gemeinschaft der Gläubigen voraus und kompromisslose Bereitschaft, Gottes Willen zu tun und nicht eigenem Begehren, eigener Ehre und Bequemlichkeit zu folgen.

Hans Joachim Degenhardt