Gedanken zu den Lesungen des Tages, 09.06.

Von | 9. Juni 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Dienstag der 10. Woche im Jahreskreis

Lesung: 2. Korintherbrief (1, 18-22)
Evangelium: Matthäus (5, 13-16)

Alles, was wir mit Rech von Gott erwarten, erbit­ten dürfen, ist in Jesus Christus zu finden. Was ein Gott, so wie wir ihn uns denken, alles tun müsste und könnte, damit hat der Gott Jesu Christi nichts zu tun.

Wir müssen uns immer wieder sehr lange und sehr ruhig in das Leben, Sprechen, Handeln, Leiden und Sterben Jesu versenken, um zu erkennen, was Gott verheißt und was er erfüllt.

Gewiss ist, dass wir immer in der Nähe und unter der Gegenwart Gottes leben dürfen und dass dieses I eben für uns ein ganz neues Leben ist; dass es für uns nichts Unmögliches mehr gibt, weil es für Gott nichts Unmögliches gibt; dass keine irdische Macht uns anrühren kann ohne Gottes Willen und dass Gefahr und Not uns nur näher zu Gott treiben; gewiss ist, dass wir nichts zu beanspruchen haben und doch alles erbitten dürfen; gewiss ist, dass im Leiden unsere Freude, im Sterben unser Leben verborgen ist; gewiss ist, dass wir in ihm allen in einer Gemeinschaft stehen, die uns trägt.

Zu all dem hat Gott in Jesus ja und amen gesagt.

Dieses Ja und Amen ist der feste Boden, auf dem wir stehen.

– D. Bonhoeffer