Gedanken zu den Lesungen des Tages, 08.06.

Von | 8. Juni 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Montag der 10. Woche im Jahreskreis

Lesung: 2. Korintherbrief (1, 1-7)
Evangelium: Matthäus (5, 1-12)

Mit welcher Vollmacht hat Jesus diese ungeheure Zusage machen können? Hier lässt er ja den Horizont menschlicher Erfahrungen und Denkmöglichkeiten weit hinter sich und verlangt Unvorstellbares.

Ja, das tut er: Er verlangt unser ungeteiltes Vertrauen zu ihm, dass er an der Stelle Gottes spricht und handelt; dass zu seinem Herrschaftsbereich diese unsere Erde gehört – kraft seiner Auferweckung von den Toten. Erst von da aus – von da aus aber ganz gewiss — erhalten die Seligpreisungen ih­ren Sinn und ihre Dynamik.

Nur von daher erreicht uns durch sie die Kunde von der künftigen Gottesherrschaft als dem, was unserem Leben und Leiden Ziel und Kraft verleiht.

Aber eben nicht nur Kraft zum Aushalten – was schon sehr viel ist!

Chri­sten werden durch die Künftigkeit des Gottesreiches ermutigt, ja geradezu aufgefordert, barmherzig zu sein, Frieden zu stiften, sich um des Rechtes anderer willen verfolgen zu lassen – in wievielerlei Formen und Ausmaßen das alles auch heute geschehen mag und muss …“  

Wolfgang Hinker