Gedanken zu den Lesungen des Tages, 03.06.

Von | 3. Juni 2020

Dechant Hardt stellt uns in seiner Serie „Gedanken zu den Lesungen des Tages“ jeden Tag einen neuen Impuls vor.

Mittwoch der 9. Woche im Jahreskreis

Lesung: 2. Timotheusbrief ( 1, 1-3.6-12)
Evangelium: Markus (12, 18-27)

Nach der Auferstehung Christi ist das Schicksal der Weltl bereits entschieden. Wir gehen – indem wir bewusst oder unbewusst als Christen, das heißt ,in Christus‘ existieren – unbeirrbar dem Himmel . entgegen. In allen Vorläufigkeiten der Welt ist bereits das Endgültige am Werk. Kein Suchen stößt in die Leere. „Nichts kann uns trennen von der Liebe Christi.“ Nichts, nur die Abweisung eben dieser Liebe.
Wir sind endgültig ins Freie, Offene und Freudige gelangt.
„Ich habe dir eine offene Tür gegeben, die niemand mehr schließen kann“ – spricht Christus in der Ge­heimen Offenbarung.
Wo eine noch so kleine Flamme der Hoffnung brennt, ist das Licht des Himmels bereits sichtbar. Keine Sehnsucht wird enttäuscht.
Wir verlieren nichts, am wenigsten das, worauf wir in unse­rem I eben verzichteten. In einer solchen Welt gibt es keinen Grund zu Verzweiflung und Kleinmut. Der Christ ist ,geboren zur lebendigen Hoffnung‘. Daraus erwächst die christliche Forderung: Dein einmaliges Leben muss dir .gelingen‘, damit die Menschheit und die Well durch dich mehr Helle und mehr Vollendung erlangen; du bist verantwortlich durch dein Leben für das Glück der Welt.

– Ladislaus Boros