Impuls vom Montag, 04.05.2020

Von | 4. Mai 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Beate Kilian-Engelfried

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 10, 11-18)

In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.

Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Impuls

Als Jesus damals sagte (Vers 16), dass er „noch andere Schafe“ habe, die nicht aus jenem Stall seien, dass er sie führen müsse und dass sie auf seine Stimme hören würden, da meinte er unter anderem auch mich. Da bedurfte es vieler Generationen an mutigen und glaubenden Menschen, mitunter auch vieler Menschen, die ihr Leben dafür hingaben, dass ich – am Ende dieser schillernden Kette – auch SEIN Schaf sein darf.

Besonders dankbar bin ich meiner lieben Mutter, die mir zuerst von Jesus erzählte. Und ist es nicht ein Wunder? In meinem Leben gab und gibt es Höhen und Tiefen, Wege und Umwege, Freude und Leid, aber es gibt immer dieses Wunder, Jesu Trost zu spüren und seinen Frieden im Herzen – trotz allem, was in der Welt geschieht. Und alles, was geschieht, darf ich als An-Ruf deuten. Er ruft uns. In allen Sprachen und in der Stille. Durch Geschehnisse und auch durch das, was unterlassen wird und nicht geschieht. Er hat Geduld und ist barmherzig. Und alles, was wir im Leben als Sucht oder Sehn-Sucht verspüren, ist letztlich auf Ihn gerichtet, denn nur bei Ihm ist das, was wir suchen. Fülle, Erfüllung, Dauer, Liebe. In meinem Leben habe ich viele Erfahrungen gemacht, die ins Dornengestrüpp führten, aber ich erfuhr auch, wie Er die Herde verließ und mich suchte, fand und herauszog, und mich zurück brachte. Ich erfuhr, dass ich Ihm und Seiner Stimme vertrauen kann. Mein Weg führte bis an den Tabernakel, „das Zelt“, in dem Er anwesend ist; wo ich jeden Tag als Küsterin in seiner unmittelbaren Nähe sein darf mit allem, was ich mitbringe – mit allen, die ich geistigerweise mitbringe. Und wie zur Bestätigung meiner Freude über das immerwährende Wunder lese ich im Antwortpsalm: So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott. (Ps 43,4) Manche meiner Erfahrungen habe ich in Musik übersetzt und Gesang. Mir wird klar, dass ich ein Teil einer Kette bin. Nach mir geht es weiter. An meinem Platz gebe ich Zeugnis; einfach durch das was ich tue, durch das, was ich bin. Meine Kinder werden im Glauben auch wieder Kinder haben und dankbar eines Tages zurückdenken an die Vielen, die geglaubt haben, dass Sein Wille geschieht, indem sie auf Maria hören: Was Er euch sagt, das tut. Sein Wort ist lebendig und wirksam. Durch mein Zeugnis erfahren andere Bestärkung – genau so wie auch ich durch andere Bestärkung erfahren habe. Glauben und Handeln gehören zusammen. Und auch heute sagt Jesus: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.“

Lied zum Impuls: Dein Ruf (gesungen von Beate Kilian-Engelfried

https://www.youtube.com/watch?v=kGf4QtZBGFM

Hinweis: Über ihren YouTube-Kanal sind auch weitere von ihr gesungene Lieder abrufbar

Gebet

Herr, über unzählige Generationen rufst du uns als guter Hirte. Dir vertrauen wir alles an:

Vater unser im Himmel…

Segen

So segne uns und die ganze Welt der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, Amen.