Impuls vom Mittwoch, 27.05.2020

Von | 27. Mai 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Pfarrer Peter Sens

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lied: Taizé – Veni Sancte Spiritus

Text & Noten: https://www.taize.fr/spip.php?page=chant&song=511&lang=de

Lesungstexte im Zugehen auf Pfingsten

Genesis 11,1.4-9

Alle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Worte. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut.

Erster Korintherbrief 14,2

Denn wer in Zungen redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; keiner versteht ihn: Im Geist redet er geheimnisvolle Dinge.

Impuls – Gott liebt es bunt!

Wie habe ich Vokabeln zu lernen gehasst! Diese Deppen von Babel – hätten sie das mit dem Turm nicht gemacht, dann wäre uns viel Unglück und Arbeit erspart geblieben. Aber dann fällt der Blick auf die letzten Verse. Die Menschen zerstreuen sich über die ganze Erde! So nett es ist, dass wir die gleiche Sprache sprechen: Es wird uns einengen.

Die Muttersprache ist die Komfortzone, die wir nur ungern verlassen. Aber durch den Blick in eine andere Sprache eröffnet sich ein anderer Blick auf die Welt und damit zu mehr Einsicht und zu mehr Leben. Die „Strafe“ Gottes ist mehr Leben! Bunt, nicht Schwarz-Weiß! Sehr viel Leben gab es in Korinth. Es war ein echtes Problem, weil viele Stadtbewohner nur ihre eigene Sprache konnten aber nicht die Sprache ihres Nachbarn. In seiner „Zunge“ zu reden, wird dann zu einem Gebet, das nur noch Gott versteht. Die Sprache des anderen zu verstehen, gehört deshalb zu den Talenten, um die Gemeinde aufzubauen. Bunt ging es dort zu, weil alle in ihrer eigenen Sprache, in ihrer eigenen Weltsicht, mit ihrer eigenen Geschichte einen Platz fanden und willkommen war. So gibt es weniger Komfort, aber viel, viel mehr Leben.

Bitten

Komm Heiliger Geist

  • damit wir unsere Komfortzonen verlassen
  • dass wir mehr Leben finden
  • dass wir die Welt neu kennen lernen

Komm Heiliger Geist

  • damit wir eine neue Gemeinschaft bilden
  • dass andere anders bleiben dürfen
  • dass wir uns nicht angegriffen fühlen

Komm Heiliger Geist

  • damit niemand am Rand stehen muss
  • dass wir herzlich und einladend sind
  • dass wir mehr Leben wagen

Vater Unser

So lasst uns beten, wie der Herr uns zu beten gelehrt hat.

Vater unser im Himmel…

Segen

Der Segen des dreifaltigen Gottes, + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes bleibe bei uns für alle Zeit.