Abendgebet für Samstag, den 09.05.2020

Von | 9. Mai 2020

Muttertag

Danke Mama für all` das Schöne,
das mein Leben oft reicher macht.
Gerne erinnere ich mich an früher.
Da hast Du mich ins Bett gebracht.
Danke Mama für Deine Fürsorge.
Täglich hast Du für mich gekocht,
obwohl ich früher die Zunge rollte,
denn Spinat habe ich nie gemocht.
Danke Mama für all` Deine Liebe,
die Du mir noch immer schenkst –
und bin ich auch oft in der Ferne,
Du an mein Wohlergehen denkst.
Guten Abend meine Lieben.

Mit diesem Gedicht, zur Einstimmung auf den morgigen Muttertag, möchte ich diesen Abendimpuls nun einleiten.


+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ich fand einen schönen Text über eine kleine und eine große Hand.
Wenn Sie und ihr das Wort „kleine Hand“ in das Wort „Kind“ und aus dem Wort der „großen Hand“ die Mutter macht, ergibt sich ein anderer Sinn, der so wunderbar auf den morgigen Muttertag passt:

Die beiden Hände

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:
Du, große Hand, ich brauche dich, weil ich bei dir geborgen bin.
Ich spüre deine Hand, wenn ich wach werde und du bei mir bist;
wenn ich Hunger habe und du mich fütterst;
wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen;
wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche;
wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.
Ich bitte dich: bleibe in meiner Nähe und halte mich!
Gott sei Dank, dass es dich gibt.
Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:
Du kleine Hand, ich brauche dich, weil ich von dir ergriffen bin.
Das spüre ich,
weil ich viele Handgriffe für dich tun darf;
weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann;
weil ich mit dir kleine, wunderbare Dinge entdecke;
weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe;
weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.
Ich bitte dich: bleibe in meiner Nähe und halte mich!
Gott sei Dank, dass es dich gibt.


Guter Gott,
morgen begehen wir Muttertag, in wenigen Tagen Vatertag. Viele von uns haben nun das Glück, dass sie ihre Eltern an diesen Tagen besuchen können. Auch in den Altersheimen. Wenn auch nur unter den vorgegeben Schutzmaßnahmen.
Wir danken Dir für unsere Eltern.
Wir wollen für alle Familien beten, die den Vater- und Muttertag nicht so unbeschwert oder gar nicht feiern können:
Herr, wir beten für diejenigen, deren Eltern krank sind oder sich schon am nächsten Tag nicht mehr an einen Besuch erinnern werden,
wir beten für alle Eltern, die keinen Besuch von ihren kleinen oder großen Kindern bekommen, weil die Familien zerstritten oder die Paare getrennt sind,
wir bitten auch für alle, die einen Elternteil verloren haben und deswegen trauern, sowie für all diejenigen, die noch unter den Kränkungen leiden, die sie von Eltern erlitten haben.
Wir beten für die vielen Menschen, die lange Zeit von ihren Familien getrennt sind. Für die Mütter, die im Ausland Geld verdienen und für die Väter, die nach der Flucht ihre Familien nachholen wollen.
Besonders beten wir für alle Flüchtlingsfamilien. Für diejenigen, die vielleicht erstmals den Vater- und Muttertag in Deutschland begehen. Aber auch für alle Frauen und Kinder, die aufgrund fehlender Nachzugmöglichkeiten auf eigene Faust die Flucht nach Europa antreten.
Guter Gott, der du uns Vater und Mutter bist, höre unsere Bitten und unseren Dank; begleite Familien in allen Glücksmomenten und in Krisensituationen. Halte deine segnende Hand über alle Familien in dieser Welt.

So segne uns und alle Menschen die uns wichtig sind, heute und morgen, ganz besonders unsere Mütter, seien sie noch bei uns oder dass sie in unseren Herzen weiterleben: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.


Ihr Lieben, die Einschränkungen, bzgl. Corona wurden, Gott sei es gedankt, etwas gelockert. Auch in vielen Kirchen in unserem Land fanden schon und finden an diesem Wochenende wieder Gottesdienste statt.
Somit stelle ich nun, nach 50 Tagen, auch meine täglichen Impulse erst einmal ein. Es hat mir viel Spaß gemacht, jeden Abend einen Impuls zusammenzustellen und es hat mich auch beglückt, weil ich so viele Rückmeldungen, verbunden mit einem Dank erhalten habe. Damit wurde ich reich beschenkt.


Dafür von mir zu euch, von ganzem Herzen: Dankeschön.

Ihr und euer Joachim Höhn, Diakon