Mit großen Theologen Ostern entgegen – 12.04.

Von | 12. April 2020

Dechant Hardt stellt uns auf dem Weg auf Ostern zu jeden Tag einen Impuls eines großen Theologen vor.

Ostersonntag

Cyrill von Jerusalem

1. Lesung: Apostelgeschichte 10, 34a.37-43
2. Lesung: Kolosserbrief 3, 1-4
Passion: Johannes 20, 1 – 9

Etwas Ungewöhnliches und Wunderbares! Eigentlich sind wir nicht gestorben, eigentlich wurden wir nicht begraben.

Wir sind auferstanden, ohne eigentlich gekreuzigt worden zu sein.

Es sind nur Bilder, Nachahmungen, doch Tatsache ist die Erlösung. Tatsächlich ist Christus gekreuzigt worden, tatsäch­lich ist er begraben worden, wahrhaft ist er auferstanden.

Alle diese Gnaden hat er uns geschenkt, damit wir, wenn wir durch Nachahmung an seinen Leiden teilhaben, in Wahrheit das Heil gewinnen.

O überströmende Liebe zu den Menschen! Christus hat an seinen makellosen Händen und Füßen die Nä­gel empfangen und Schmerzen erduldet, und mir, der ich kei­ne Schmerzen und Mühsale hatte, schenkt er auf Grund der Teilnahme an seinem Schmerz die Erlösung.

Gott, der euch aus dem Tode zum Leben erweckt hat, ver­mag euch die Gnade zu geben, „in der Neuheit des Lebens zu wandeln“ (Röm 6, 4); denn ihm ist Ehre und Herrlichkeit jetzt und in alle Ewigkeit.

(Cyrill von Jerusalem, 313 – 186, Kirchenlehrer)

GEBET

Gott, du unwandelbare Kraft, du ewiges Licht,
schau gütig auf deine Kirche
und wirke durch sie das Heil der Menschen.

So erfahre die Welt,
was du von Ewigkeit her bestimmt hast:

Was alt ist, wird neu, was dunkel ist, wird licht, was tot war, steht auf zum Leben, und alles wird wieder heil in dem, der der Ursprung von allem ist, in unserem Herrn Jesus Christus.