Mit großen Theologen Ostern entgegen – 04.04.

Von | 4. April 2020

Dechant Hardt stellt uns auf dem Weg auf Ostern zu jeden Tag einen Impuls eines großen Theologen vor.

Samstag der fünften Fastenwoche

Georg Moser

Lesung: Ezechiel 37, 21-28
Evangelium: Johannes 11, 45-57

Jesus kam als einer von uns, als ganzer Mensch; er kam genau dahin, wo wir uns befinden.

Der Menschensohn erleidet ein Menschenschicksal, ja ein mühevolles und schmerzliches Ge­schick bis hin zum Tod am Kreuz.

Er trägt all das aus und lei­det all das aus, was an Widerstreit, an Not und Last unser Da­sein bedrückt.

Er erspart sich keinen unserer steinigen Wege.

Er teilt unser Schicksal wie ein Liebender, der nicht will, dass es ihm anders ergehe als seinem geliebten Du.  

(Georg Moser, 1923 – 1988, Bischof von Rottenburg-Stuttgart)

GEBET

Der König siegt, sein Banner glänzt,
geheimnisvoll erstrahlt das Kreuz,
an dessen Balken ausgereckt
im Fleisch des Fleisches Schöpfer hängt.

Erfüllt ist nun, was David einst
Im Liede gläubig kundgetan,
da er im Geiste prophezeit:
vom Holz herab herrscht unser Gott!

O edler Baum in hehrem Glanz,
von königlichem Purpur rot,
du werter, du erwählter Stamm,
du trägst den Lösepreis der Welt.

O heil’ges Kreuz, sei uns gegrüßt,
du einz’ge Hoffnung dieser Welt.
Den Treuen schenke neue Kraft,
den Sündern tilge alle Schuld.

Dir höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Du hast uns durch das Kreuz erlöst:
Bewahre uns in Ewigkeit.

(Hymnus „Vexilla regis“)