Impuls vom Samstag, 25.04.2020

Von | 25. April 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Julian Weirich

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lesung aus der Apostelgesichte (Apg 5,34-42)

In jenen Tagen erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er ließ die Apostel für kurze Zeit hinausführen. Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt. Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf und behauptete, er sei etwas Besonderes. Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an. Aber er wurde getötet, und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben. Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung Judas, der Galiläer, auf; er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr. Auch er kam um, und alle seine Anhänger wurden zerstreut. Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab, und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen. Sie stimmten ihm zu, riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei. Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

Impuls

Im Gespräch mit einer lieben Kollegin tauschten wir uns darüber aus, wie die Corona-Krise unser Leben verändert. Sie führte an, dass ihr der Verzicht auf Umarmungen mit ihren Freunden schwerfällt. Ich sagte, dass mir der sonntägliche Gottesdienstbesuch sehr fehlt. Ich war gewohnt jeden Sonntag eine Messe zu besuchen und mit der Gemeinde Eucharistie zu feiern. Natürlich gibt es Angebote wie Livestreams, Couchgottesdienste usw., aber sie ersetzen mir nicht den Gang zur Messe. Da fiel mir die heutige Lesung ein die mit dem Satz endet: „Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.“ Dieser Satz entfachte in mir Hoffnung. Jesus ist da, in unserer Gebetsgemeinschaft, in einem Couchgottesdienst und auch im Livestream vor meinem Laptop. Diese Hoffnung begründet sich darin, dass Jesus nicht nur im Gebäude der Kirche gegenwärtig ist. Mit dem Blick in das Kinderzimmer meines Sohnes blieb ich an seinem Taufkreuz, das an der Wand befestigt ist, hängen. Da fühlte ich mich geborgen, weil Jesus in unseren Häusern gegenwärtig ist, sei es im Kreuz, das an unserer Wand hängt, oder im persönlichen Gebet. Er ist zu jeder Tageszeit da und in unserem Glauben an ihn ist er gegenwärtig. Unser Glaube findet nicht nur in liturgischen Formen wie z.B der Eucharistie statt, sondern auch in der Nächstenliebe und im Gebet, das uns z.B in der Gebetsgemeinschaft verbindet, dass wir gemeinsam zur gleichen Zeit Gott im Gebet anrufen. Das stimmte mich in der jetzigen Krise optimistisch. Wir dürfen die Hoffnung auf Gott und seine Zusage haben.

Lied zum Impuls – In das Dunkel deiner Vergangenheit (GL 839)

Bischof Georg Bätzing hat seine Osterpredigt im Limburger Dom mit der Darbietung eines besonderen Osterliedes aus dem Trierer Bistumsanhang im Gotteslob beendet. Er leitete das Lied mit folgenden Worten ein:

„Dieses Osterlied ist kein geschmettertes Halleluja, viel leiser und behutsam wie das österliche Suchen nach dem Auferstandenen. Es will die gläubige Gewissheit stärken, dass ER da ist – besser noch, dass der Herr selber zu uns spricht und sagt: ICH BIN DA!“

Gebet

Gott deine Wege sind unergründbar. Wir vertrauen auf dich und gehen gemeinsam mit dir unseren Weg.

Vater Unser im Himmel…

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.