Impuls vom Mittwoch, 22.04.2020

Von | 22. April 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Pfarrer Peter Sens

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lesung aus dem Korinterbrief (1 Kor 11,23-26)

Denn ich (Paulus) habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, 24 sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Lied: GL 362 – Jesus Christ you are my life

1) I Tu sei via, sei verita, tu sei la nostra vita, camminando insieme a te vi- vremo in te per semper

Kv) Jesus Christ you are my life, halleluja (2x)

2) Zeugen deiner Liebe sind wir, Boten des Lichtes in der Welt, Gott des Friedens, hör uns Flehn: Schenk deinen Frieden allen.

Kv) Jesus Christ you are my life, halleluja (2x)

Impuls

Die ältesteste schriftliche Quelle in der Bibel für die Eucharistiefeier findet sich im 1. Korinterbrief des Paulus. Auch er berichtet, dass er nur weitergibt, was er empfangen hat: Jesus selbst nahm beim letzten Abendmahl Brot und Wein und gab sie uns zum sichtbaren Zeichen seiner Gegenwart bei uns. „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“meint nicht nur eine blasse Erinnerung, sondern die lebendige Vergegenwärtigung, wie es schon im Paschamahl nicht nur um Erinnerung geht, sondern darum, dass jeder, der daran teilnimmt sich als jemand versteht, der von Gott aus der Gefangenschaft in Ägypten geführt wurde. Wie sehr vermisse ich es, das sichtbare Zeichen seiner Gegenwart mit den vielen aus unseren Gemeinden zu teilen! In diesen Wochen wären die Weißen Sonntage. Und bei aller Last, die diese Tage mit sich bringen, sind sie mir immer zuerst eine Freude, weil sichtbar wird, dass Jesus die Menschen um sich sammelt. Er ist es, der uns stärkt und die Kraft gibt, in dieser Welt zu bestehen. Er ist es, der uns in diesen Tagen der Corona-Krise nicht verzweifeln lässt. Früher wurden deshalb während solchen Krisen Gottesdienste, Andacht und Prozessionen organisiert und gehalten, damit unserem Gebet auch eine äußere Form zu kommt. Ein großes Potential an Kreativität steckte darin. Heute müssen wir nach neuen Formen Ausschau halten. Eine sind diese Gebetszeiten. Aber wir sind noch lange nicht am Ende. Der Chor der Diözese Rom, der hier auf Youtube gesungen hat, war nicht zusammen, als die Aufnahme gemacht wurde. Sie waren zuhause und über das Internet um gemeinsam zu musizieren verbunden. Ich würde mich freuen, wenn ich von dem ersten Kirchenchor hören würde, der sich zur virtuellen Probe träfe. Oder wenn ein Chor ein offenes Singen im Internet veranstalten würde… Ich glaube, wir beharren noch zu viel am Falschen. Nicht die äußere Form muss bleiben, sondern der Kern muss stimmen: Jesus Christ, you are my life, alleluja, du bist mein Leben! Alleluja!

Bittgebet

(nach jeder Bitte kann der Kv „Jesus Christ, you are my life“ singen)

Jesus Christus, du bist unser Leben, höre auf unsere Anliegen:

– Schaue auf uns, die wir durch den Coronavirus in unserem Alltag eingeschränkt sind.

Segne alle, die dafür sorgen, dass die Einschränkungen nicht noch viel schlimmer werden.

– Schenke den kranken Menschen Heilung und stärke die Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal und alle, die sich für die Kranken einsetzen.

– Schenke Frieden auf dieser Welt. Lass Gerechtigkeit und Recht blühen, damit alle Menschen eine Chance auf eine gute Zukunft haben.

– Gieße immer deinen Geist in deine Kirche aus, damit sie sich immer wieder erneuert und neue Wege findet, deine Gegenwart zu feiern, durch dich Trost zu finden und mit dir ihre Wege zu gehen

– Schaue auf unsere Verstorbenen, besonders auf jene, die in diesen Tagen in ganz kleinen Kreisen beerdigt werden. Nimm unser Gebet für sie an!

Lasst uns unser Gebet mit den Worten bekräftigen, die uns der Herr zu beten gelehrt hat:

Vater unser im Himmel….

Segen

Herr, unser Gott, strecke deine Hand über uns und behüte uns. Spanne deinen Bogen auf und beschütze uns. Stehe hinter uns und bewahre uns vor Unheil. Geh vor uns her und los uns die guten Wege finden. Erhebe dich über uns und lass uns deine Herrlichkeit sehen. Und der Segen des allmächtigen Gottes + des Vaters und des Sohnes und Heiligen Geistes komme über uns und bleibe bei uns alle Zeit. Amen.