Impuls vom Freitag, 03.04.2020

Von | 3. April 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Diakon Stefan Stürmer

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lied: GL 149 – Liebster Jesu wir sind hier

YouTube zum Mitsingen:

(Vorspiel bis 00:59)

  1. Liebster Jesu, wir sind hier, Dich und Dein Wort anzuhören; lenke Sinnen und Begier hin auf Dich und Deine Lehren, dass die Herzen von der Erden ganz zu Dir gezogen werden.
  2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht Deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten musst Du selbst in uns verrichten.
  3. O Du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen lass, Herr Jesu, wohl gelingen.

Lesung aus dem Evangelium nach Johannes:

In jener Zeit hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht.

Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff. Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er. Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

Impuls

Sicher haben viele zu Beginn dieser ungewöhnlichen Fastenzeit gedacht, dass diese Epidemie einen kurzfristigen Blackout verursacht. Sozusagen eine Störung der alltäglichen Abläufe der Gesellschaft. Und es war aber ebenso klar, dass wir das alles irgendwie überstehen werden und dann bald wieder zum alten Modus zurückkehren könnten…

Ähnlich werden sicher auch die Zeitgenossen Jesu gedacht haben, mit denen er im Clinch war. Auch sie hatten für sich klar, dass das, was Jesus verkündet und vorgelebt hat, das Denken seiner Zeit und die religiösen Überlieferungen nicht nachhaltig verändern würde und dass man deshalb bald wieder zum alten Modus zurückkehren könne:

Notfalls auch mit Gewalt! Doch ließ die Erfahrung, die die Menschen mit diesem Jesus und seiner Botschaft von einem liebenden Gott gemacht hatten, die Welt nicht mehr dieselbe sein wie vorher. Die Welt veränderte sich. Sind wir in unserer Zeit nicht in einer ähnlichen Situation? Der Theologe Tomáš Halík jedenfalls sieht es so wenn er schreibt: „Diese Fastenzeit der leeren und schweigenden Kirchen können wir als Kairos annehmen – als eine Zeit der Gelegenheit „in die Tiefen hinabzusteigen“ und eine neue Identität des Christentums in einer Welt zu suchen, die sich vor unseren Augen radikal verwandelt.“

Zeit der Stille

Gebet

Gott, unseres Lebens, du schenkst uns Hoffnung und Heilung durch Christus. Dir vertrauen wir uns und die Welt an.

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,

Amen

Segen

† Der Herr segne und behüte uns,

er lasse sein Angesicht über uns leuchten und er führe und geleite uns durch die Widrigkeiten und inneren Widerstände dieser Tage.

Amen