Exerzitien im Alltag 1. Woche (7)

Von | 11. April 2020

Von der Erde bis zum Himmel

„Da hatte Jakob einen Traum: siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder. Und siehe: der Herr stand vor ihm und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.“

(Gen 28,12-13)

Jakob hatte sich unrechtmäßig den Erstgeborenen-Segen seines Vaters Isaak erschlichen, der eigentlich seinem Bruder Esau zustand. Deshalb musste er aus seiner Heimat fliehen. Doch ausgerechnet er hat nun diesen Traum vom offenen Himmel. Ausgerechnet ihm – nicht seinem Bruder Esau – verspricht Gott zahlreiche Nachkommen im gelobten Land.

„Gott schreibt auf krummen Linien gerade!“ – so lautet ein Sprichwort. Bei Gott also ist keiner abgeschrieben. Gott schenkt seine Gnade gerade denen, die sich ihrer Schuld bewusst sind.

Wie geht es mir damit, dass Gott auf Jakob seinen Segen legt, obwohl er seinen Bruder betrogen hat?
Wie reagiere ich, wenn ich heute etwas Vergleichbares wahr­nehme?

„Gott schreibt auf krummen Linien gerade!“ – Kann dies auch für mich eine Chance sein?

Am Ende der ersten Woche begleitet uns das Bild einer Treppe von der Erde bis zum Himmel: Himmel und Erde sind verbunden. Gott ist mit Ihnen verbunden an dem Ort, an den Sie gestellt sind. Auch für Sie steht der Himmel offen.

Kommen Sie im Rückblick auf die erste Woche mit Gott ins Gespräch. Schauen Sie darauf, wie sehr Gott an Ihnen persönlich gehandelt hat.