Abendgebet für den 2.Donnerstag nach Ostern, den 23.04.2020

Von | 23. April 2020

Guten Abend meine Lieben.
Heute erhielt ich eine Mail mit einer Geschichte eines 93 Mannes aus Italien. Der Versender der Mail bat mich, ich solle diese Geschichte, sollte sie mir gefallen, doch auch einmal als einen Abendimpuls verwenden.
Ja, die Geschichte gefällt mir. So ist sie also heute unser Abendimpuls.


Dann wollen wir beten:

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Das Wort des 93 Jahre alten Mannes, der die Ärzte zum Weinen brachte

Es folgt der Bericht einer wundersamen Flucht eines alten Mannes vor Covid 19 in Italien. Er wurde von den Krankenhausbehörden gebeten, eines Tages die Rechnung für die Verwendung eines Beatmungsgerätes zu bezahlen. Tränen flossen aus den Augen des alten Mannes. Die Ärzte trösteten ihn und sagten: „Mach dir keine Sorgen um die Rechnung. Wenn du es nicht kannst, werden wir diese bezahlen.“
Die folgenden Worte, die aus dem Mund des Mannes kamen, berührten die Herzen aller anwesenden Ärzte.
Er sagte: „Ich weine nicht darüber, die Rechnung nicht bezahlen zu können. Viel mehr macht mich folgender Gedanke traurig: Seit 93 Jahren atme ich Gottes Sauerstoff, aber ich habe nie etwas dafür bezahlt. Deshalb weine ich. Die Verwendung eines Krankenhausbeatmungsgerätes kostet fünfhundert Euro pro Tag. Wisst ihr, wieviel ich Gott schulde? Ich habe meinem Gott noch nie dafür gedankt. „

Ich kenne die Wahrheit dieser Geschichte nicht, aber die Worte des alten Mannes haben so große Bedeutung. Man kann Sie ein Leben lang meditieren. Wir haben nie über seine Größe nachgedacht, als wir selbstverständlich und umsonst atmeten.
Ein Erwachsener atmet ungefähr 23.240 bis 23.040 Mal am Tag. Er atmet 6,3 bis 8,4 Millionen Mal im Jahr. Ein Mann, der 85 Jahre alt ist, atmete in seinem Leben 500 Millionen Mal.
Wir müssen nicht bis zur Intensivstation warten, um Gott für den vorhandenen Sauerstoff zu danken. Wenn Ijob betet: „Solange Atem in mir ist, solange der Geist Gottes in meinen Nasenlöchern ist“ (Ijob 27: 3), lasst uns Gott preisen, der Leben gegeben hat.“


Nun lade ich Sie und euch ein, dass wir dieses Gebet sprechen. Es ist an den den Psalm 23 angelehnt:

HERR, die Nachrichten schrecken mich. Die aktuellen Infektionszahlen klingen bedrohlich. Doch lasse ich mich davon nicht unterkriegen. Angst und Panik werden nicht die Oberhand gewinnen, denn: Du, Herr, bist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Du lässt mich lagern auf grünen Auen und führst mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringst du zurück. Du führst mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu deinem Namen. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. Du deckst mir den Tisch. Du hast mein Haupt mir Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher. Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und geborgen bin ich bei dir immerdar.


So segne uns und alle Menschen die uns wichtig sind und auch die Menschen, die in unseren Herzen weiterleben, der uns begleitende Gott: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Ich wünsche Ihnen und euch allen einen sonnigen Abend, vielleicht noch bei etwas Vogelgezwitscher wie bei mir gerade vor dem Fenster. Und später einen erholsamen Schlaf.

Euer / Ihr Diakon Höhn