Abendgebet für den 07.04.2020

Von | 7. April 2020

Guten Abend meine Lieben,
auch mit etwas Verspätung nun die abendlichen meditativen Gebete.
Heute geht es in der kleinen Betrachtung darum, dass ich Gott in vielen Menschen in meinem Umfeld erspüren kann. Gott wirkt durch Menschen!

So lasst uns beten:

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen!

Ich treffe dich, Herr auf den Balkonen, von denen in italienische Straßen deine Zuversicht gesungen wird. Ich treffe dich, Herr in den Zetteln an den Türen, an denen Nachbarn durch Hilfe für andere deine Liebe üben. Ich treffe dich Herr in der Fürsorge, die meine Liebsten auf allen Wegen um mich kümmern lässt. Ich treffe dich, Herr im Gebet, selbst in den stillen, kurzen, und du trägst meine Ängste mit. Auch in schwierigsten Zeiten, auch in der Unsicherheit, in der Distanz, im Stillstand bist du da. In unzähligen Malen „Fürchte dich nicht! “ hast du uns das mehr als versprochen. Gott, auch wenn die Türen deiner Häuser geschlossen und ihre Bänke leer sind, feiern wir dich im Gottesdienst – immer dort, wo ich dich treffe.


Zum Abschluss heute Abend nun ein Gebet der philippinischen Bischofskonferenz:

Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat und viel Schaden über die Menschen bringt.
Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen
durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.
Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit, Amen.

So segne uns und alle Menschen, die uns wichtig sind, auch die Menschen, die in unseren Herzen weiterleben, der fürsorgliche Gott: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

An diesem Dienstag können wir später am Abend einen wunderschönen Vollmond erspähen. Es wird eine sternenklare Nacht werden. Ich darf Sie und euch einladen, sich das Himmelsschauspiel anzusehen. Und wenn es viele aus Ihrem Bekannten- und Freundeskreis sein werden, so sind sie, über viele Kilometer hinweg, durch den Vollmond miteinander verbunden. Wunderbar.

Euer / Ihr Diakon Höhn