Abendgebet für den 04.04.2020

Von | 4. April 2020

Guten Abend meine Lieben.
Heute Abend möchte ich uns alle unter den Schutz der Heiligen Corona stellen. Ja, Sie haben richtig gelesen: die Heilige Corona.

Die Heilige Corona

Wer war das denn überhaupt?

Nun, die heilige Corona wird in der katholischen Kirche als Märtyrerin verehrt. Sie lebte um 160 nach Christus im heutigen Ägypten zur
Zeit der Christenverfolgung. Als ihr Mann als Christ überführt wurde, stand sie ihm treu zur Seite und spendete ihm Trost und Zuversicht. Auch sich selbst blieb sie treu. Für ihr Bekenntnis zu Christus erlitt sie den Märtyrertod: zwischen zwei heruntergezogenen Palmen gebunden wurde sie zerrissen, als ihre Verfolger diese nach oben schnellen ließen.
Ihr Gedenktag ist der 14. Mai. Im Aachener Marienstift befinden sich
Reliquien der Heiligen. Die heilige Corona wird seit frühester Zeit
besonders verehrt, sie gilt als Schutzpatronin gegen Krankheiten
und Seuchen. Mit diesem Abendgebet stellen wir uns in diese Tradition
und erbitten ihre Fürsprache und Gottes Schutz vor Krankheit und Tod.

Dann wollen wir beten:

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen!

Fürbittgebet

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten
und bitten um Trost und Heilung.

Sei den Leidenden nahe,
besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern
Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter
Besonnenheit.

Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.

Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,
dass die Zahlen zurückgehen,
dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen,
dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden
und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist,
was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles,
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir. Danke.


Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott und Vater, du hast uns durch deinen
eingeborenen Sohn Jesus Christus sagen lassen:
Betet ohne Unterlass. Wachet und betet, damit ihr nicht
in Versuchung fallt. Bittet, dann werdet ihr empfangen,
sucht, dann werdet ihr finden, klopft an, dann wird euch geöffnet.
Du vergibst deinem Volk die Sünden und heilst alle seine
Gebrechen, du hast uns deinen geliebten Sohn gesandt, dass er
unsere Krankheiten trage:

Wir bitten dich in dieser Zeit der Epidemie und Not, blicke voll
Erbarmen auf uns und gedenke deiner Liebe und Güte, die du zu
allen Zeiten Deinem Volk gezeigt hast.
Nimm unser Gebet und Opfer an und erhöre uns auf die Fürsprache
Deiner heiligen Märtyrerin Corona. Wende diese Krankheit von uns
ab; lass diejenigen, die davon betroffen sind, wieder gesund werden;
stärke alle, die sich um die Kranken kümmern; tröste die, die um die
Toten trauern und beschütze die, welche durch deine Güte bisher
bewahrt geblieben sind. Nimm diese Plage von uns und lass uns
durch diese Krise gestärkt im Glauben an dich hervorgehen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und
herrscht in Ewigkeit. Amen.

So segne uns alle Menschen, die uns wichtig sind und die Menschen, die in unseren Herzen weiterleben, der wahre Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Ich wünsche Ihnen und euch allen ein sonniges Wochenende. Auch wir können an diesem Wochenende oder an Ostern unsere Lieben nicht besuchen. Das schmerzt. So hat jede und jeder von uns sein ganz persönliches Päckchen in dieser Zeit zu tragen. Vertrauen wir auf Gott und seiner Liebe. Sie ist stärker als alles was wir Menschen kennen.

Euer / Ihr Diakon Höhn