Impuls vom Freitag, 27.03.2020

Von | 27. März 2020

Gebetsgemeinschaft in der PDZ Idar-Oberstein in Zeiten der Corona-Krise

Gebetsimpuls von: Diakon Stefan Stürmer

Sie sind eingeladen, das Gebet im Laufe des Tages zu beten. Ich werde das Gebet um 18:00 Uhr beten, gerne können Sie sich auch dieser Uhrzeit anschließen.

Eröffnung:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.

Lied: GL 446 – Lass uns in deinem Namen HErr, die nöten Schritte tun

YouTube zum mitsingen:

1) Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.

Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, heute und morgen zu handeln

2) Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.

Gib uns den Mut, voll Liebe, Herr, heute die Wahrheit zu leben

3) Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.

Gib uns den Mut, voll Hoffnung, Herr, heute von vorn zu beginnen.

4) Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.

Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, mit dir zu Menschen zu werden.

Lesung aus dem Johannesevangelium

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten. Das Laubhüttenfest der Juden war nahe. Als seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich. Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen? Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.

Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht. Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

Impuls

Wie würden wir heutigen wohl auf so jemanden wie diesen Jesus reagieren? Ist es nicht nachvollziehbar, dass sich seine Zeitgenossen fragen, wie der dazu kommt im Namen Gottes aufzutreten. Schließlich haben sie doch ihren Glauben und sie wissen wie das mit Gott ist und wie es läuft und wie nicht. Zudem kennen sie Jesus von klein auf und wissen wer er ist und woher er kommt. Was sie auch wissen ist, dass er vorher nicht so spinnert war.

Aber in der Begegnung mit ihm erahnen und merken sie unbewusst, dass er vielleicht wirklich etwas erfahren- und ihnen tatsächlich „neues“ von Gott zu sagen hat.

Wenn wir diese „Wahrnehmung“ der Zeitgenossen Jesu einmal auf uns wirken

lassen, dann kann es durchaus sein, dass er auch uns heutige verunsichert und

dass vieles von dem, was wir zu glauben oder darüber zu sagen meinen, mehr den eigenen Wünschen und Sehnsüchten entspringt und weniger dem, was uns von Gott her zugesagt ist.

Zeit der Stille

Gebet

Herr, in deinem uns geschenkten Gebet, vertrauen wir dir alles an.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Gott, gibst uns Halt und Zuversicht.

Lass uns trotz aller Sorgen den Blick für die anderen nicht verlieren.

Mache uns bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und lass uns dazu

beitragen, dass andere Menschen nicht gefährdet werden.

Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unseren Gott.

Segen

† Der Herr segne und behüte uns,

er lasse sein Angesicht über uns leuchten und er führe und geleite uns durch die

Widrigkeiten und inneren Widerstände dieser Tage.

Amen.